1. Allgemeine ambulante Palliativversorgung

„Sie sind wichtig, weil Sie eben wichtig sind. Sie sind bis zum letzten Atemzug

Ihres Lebens wichtig. Und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zu letzt leben können“.

(Cicely Saunders)

 

Die Ursprünge der Hospiz- und Palliativbewegung sind bereits in byzantinischen, frühchristlichen Zeiten zu finden. Im römischen Reich werden die Gasthäuser Hospizien genannt. Bereits im Mittelalter, während der Kreuzzüge, entstehen viele dieser Hospize als Gast und Rasthäuser entlang der Pilgerlinie. In diesen Einrichtungen werden kranke, müde und alte Wanderer gepflegt, oft auch bis zum Tod. Erste Hospitäler mit der speziellen Aufgabe der Pflege von Schwerkranken und Sterbenden entstehen im 18. Jahrhundert in Dublin (Irland) sowie Lyon (Frankreich). Die moderne Hospizarbeit und Palliativmedizin hat ihren Ursprung in England. Dort gründete die Dame Cicely Saunders 1967 mit dem Sankt Christopher Hospiz das erste stationäre Hospiz. In dieser Einrichtung wurden Schwerkranke und Sterbende bis zum Tod betreut. Erste Palliativstation wurde 1975 Canada im Royal Victoria Hospital gegründet.

„Palliativmedizin ist ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und deren Familien die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen, und zwar durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, gewissenhafte Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art“ (WHO 2002). Das palliativmedizinische wie auch pflegerische Ziel ist es, eine möglichst hohe Lebensqualität bis zum Tod zu erreichen und die verbleibende Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten.

Die palliativmedizinische Betreuung können wir aufgrund der ärztlichen Leitung mit der Zusatzqualifikation Palliativmedizin und in Palliativ- Care ausgebildeten Pflegepersonal gewährleisten.

 

Grundpflege

Unter Grundpflege versteht man gewöhnliche, regelmäßige und wiederkehrende Pflegeleistungen wie tägliche Körperpflege, Hilfe beim Baden und Duschen, Lagerung/Mobilisation, Hilfestellung beim An- und Auskleiden sowie Zubereiten und Anreichen der Mahlzeiten.

Behandlungspflege

Unter Behandlungspflege versteht man medizinischen Maßnahmen nach ärztlicher Verordnung wie Verbandswechsel, Medikamentenabgabe und Überwachung, Verabreichung von Injektionen, Versorgung mit Kathetern sowie Kontrolle von Blutdruck, Puls und Blutzucker.

Verhinderungspflege

Sind die pflegenden Angehörigen verhindert oder im Urlaub ist eine vorübergehende Versorgung des Patienten durch einen Pflegedienst jederzeit möglich. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen einmaligen Besuch oder um mehrere Tage/ Wochen handelt.

Pflege nach Krankenhausaufenthalt

Die anschließende Pflege nach einem Krankenhausaufenthalt erfordert oft spezielles Fachwissen, das sowohl durch unser hochqualifiziertes Pflegepersonal (ausschließlich examinierte Krankenschwestern) und unsere ärztliche Leitung jederzeit gewährleistet werden kann. Für eine erfolgreiche Rekonvaleszenz oder Erhaltung der Genesung ist eine nahtlose Übernahme nach dem Krankenhausaufenthalt / Rehabilitationsklinik sehr wichtig. Ebenso sollte die bereits stationär begonnen Rehabilitationsmaßnahmen zeitnah weitergeführt und ggf. auch ausgebaut werden. Durch die enge Zusammenarbeit unseres Pflegedienstes mit Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten können wir die ambulanten Rehabilitationsmaßnahmen unkompliziert koordinieren und organisieren. Für Verbandswechsel und Wundversorgungen ist unser Pflegepersonal exzellent und aktuell geschult.

Pflegebegutachtung

Pflegebedürftige, die ausschließlich Pflegegeld beziehen, sind verpflichtet, bei Pflegestufe I und II mindestens alle 6 Monate, bei Pflegestufe III Mindestens alle 3 Monate ein Pflegeberatungsgespräch durch einen qualifizierten Pflegedienst durchgeführt werden. Nachdem Sie einen Termin mit uns vereinbart haben und wir mit Ihnen alle relevanten Fragen beantwortet haben erhalten Sie von uns eine Bestätigung über den Pflegeinsatz zur Vorlage bei der Pflegekasse.
Dieser Einsatz dient der Beratung und der Qualitätssicherung der häuslichen Pflege. Die professionelle Pflegekraft eines ambulanten Pflegedienstes, unterstützt die pflegenden Angehörigen. Sie zeigt Lösungen bei eventuellen Pflegeproblemen auf, gibt Hinweise zur Vermeidung von Pflegefehlern, kann eine Überforderung der privaten Pflegeperson erkennen und Abhilfe anbieten, findet Möglichkeiten zu ihrer Entlastung, leitet zu Pflegeoptimierung an.
Sie überprüft die Aktualität der bestehenden Pflegestufe, ob Bedarf für eine neue Einstufung besteht, die bei der Pflegekasse beantragt werden muss.


Werden diese Einsätze zu Beratung und Pflegebegutachtung nicht regelmäßig nachgewiesen oder von Ihnen als  Pflegebedürftigen sogar abgelehnt, ist die Pflegeversicherung berechtigt, das Pflegegeld zu kürzen oder vollständig zu streichen. Die Kosten werden unsererseits direkt mit der Pflegekasse abgerechnet. Falls Sie privat versichert sein sollten erhalten Sie eine Rechnung, die durch Sie zu begleichen ist und durch die Privatkrankenkassen nach Einreichen erstattet wird.

Beratung & Unterstützung bei der Finanzierung

Pflege & Betreuung z.B. der Finanzierung von pflegerischen & ergänzenden Leistungen

Pflegeberatung bei Altersdemenz

z.B. Selbstentlastungsmöglichkeiten von pflegenden Angehörigen

Pflegefachberatung bei Diabetes mellitus

   

Beratung und Schulung von Angehörigen (auch zu Hause)

Hierbei handelt es sich um eine individuelle Schulung/ Beratung von Angehörigen, die eine zu Pflegende Person zu versorgen haben. Es werden u.a. Bewegungsabläufe für rückenschonendes Arbeiten, zur fachgerechten Mobilisation eines Pflegebedürftigen, der Körperpflege und zum Transfer erlernt. Beim Vorliegen einer Pflegestufe werden die Kosten für diese Schulung/ Beratung von der Pflegekasse übernommen.

 

Kontaktvermittlung zu anderen Dienstleistern

 z.B. Hilfsmittel, Hausnotruf, Tages- und Kurzzeitpflege, Krankengymnastik, Logopädie, fahrbarer Mittagstisch, Fußpflege
Pflegehilfsmittel sind Gegenstände, die zur Erleichterung der Pflege, Linderung der Beschwerden dienen und eine selbständigere/selbstbestimmtere Lebensführung sowohl für Pflegebedürftige als auch Pflegende ermöglichen.
Es wird zwischen technischen und zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln unterschieden. Unter technischen Hilfsmitteln versteht man z.B. Pflegebetten, Rollstühle, Hausnotrufanlagen, Lifter etc. Zur Kostenübernahme ist ein ärztliches Rezept notwendig.  Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sind Materialien, die nur einmalig verwendet werden können. z.B. Einmalhandschuhe, Inkontinenzartikel, etc.

Enge Kooperation mit Physiotherapie, Ergotherapeut, Logopädie und Apotheke

   

Persönlicher Fahrdienst für Besorgungen und Arztbesuch

   

Haushaltsnahe Dienstleistungen